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"Enthaltsamkeit ist das Vergnügen an Sachen, welche wir nicht kriegen."
Wilhelm Busch, dt. Dichter, Zeichner u. Maler, 1832 - 1908

Allgemein:

- Vermögen besteht aus Umlauf- und Anlagevermögen. Aus dem Segment des Anlagevermögens (Immaterielles Vermögen, Finanzanlagen und Sachanlagen) obliegt es dem Facility Manager, die ihm übertragenen Sachanlagen (Sachvermögen) zu verwalten
- In der Regel versteht man unter dem Sachvermögen Immobilien und Mobilien und alles, was damit verbunden ist.
- Das FM-anteilige Umlaufvermögen (meist bestehend aus Vorräten und Forderungen) ist gegenüber der betrieblichen Verwaltung zu berichten (Schnittstelle)

Verwaltung von Inventar

.. oberhalb der Grenze geringwertiger Wirtschaftsgüter

Vielfach werden in Aufträgen Materialien geplant, bei denen es sich um geringwertige Kleinteile handelt, die jedoch bestandsmäßig geführt werden. Um nicht für jedes dieser Materialien bei der Entnahme eine separate Buchung durchführen zu müssen, gibt es die Möglichkeit einer retrograden Verwaltung. Im FM finden solche Materialien meist bei der Instandhaltung Verwendung (Verschleiß-, Verbrauchs- und Ersatzmaterialien).

Alle anderen, oberhalb der Wertgrenze liegenden Güter sind als Inventar zu verwalten und unterliegen den steuerrechtlichen Regeln (Abschreibung: konstante, degressive, leistungskonforme, substanzkonforme Abschreibungen).

Das bedeutet die Kenntnis des Verschleißes (Abnutzungsvorrat). Die Instandhaltung befindet über die Möglichkeit der Ergänzungsfähigkeit des Abnutzungsvorrates oder des physischen und moralischen Verschleißes im Rahmen der Instandhaltungs- und Budgetplanung.

In jedem Fall ist die Verwaltung mit Hilfe von DV-Unterstützung durchzuführen. Es ist sinnvoll, wenn die FM-DV mit der Instandhaltungs-DV kompatibel ist, oder diese Funktionen beinhaltet.

Verwaltung von Maschinen und Werkzeugen

Das Steuerrecht verlangt die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (für Anlagen der TGA siehe VDI 2067). Die Sachvermögenverwaltung hat darauf hinzuarbeiten, dass durch richtige Betriebsführung (Herstellervorschrift) verbunden mit optimaler Instandhaltung die geplante Nutzungsdauer erreicht wird, um wirtschaftliche Verluste zu vermeiden.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt bei Maschinen und Werkzeugen etwa zwischen 10 und 20 Jahren.

- Beispiele:
-> Netzersatzanlage 20 Jahre,
-> Bohrwerk 10 Jahre.

Verwaltung von Fahrzeugen

- Während die o.g. Güter eher fest installiert sind, geht es hier um mobile Sachanlagen (z.B. Fahrzeuge). Dabei ist zu beachten, dass die Nutzungsdauer wesentlich kürzer ist (Beispiel: LKW ca. 4 Jahre).
- Wegen der Mobilität und des oft wechselnden Bedienpersonals sind entsprechende Methoden der Information über den Zustand anzuwenden (u.a. Kontrollen).
- Durch Witterungsperioden wechseln die Betriebsbedingungen der Fahrzeuge, worauf wegen der Sicherheit besonders zu achten ist.