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Festlegung von Instandhaltungsstrategien

Erste Aufgabe des Instandhaltungsmanagements ist die Festlegung von Instandhaltungs- (IH-) Strategien für die einzelnen instandzuhaltenden Objekte (IH-Objekte, z.B. Baukörper, Dächer, HLK-Anlagen, Aufzüge, Netzersatzanlagen usw.).

Differenzierung der Gewerke und Anlagen

Hier ist eine Differenzierung der Gewerke und Anlagen solange vorzunehmen, bis die nachfolgenden Fragen eindeutig beantwortet werden können:
- Wie schwerwiegend sind die Folgen einer Störung (eines Schadens, eines Ausfalls) einer Anlage für die Aufrechterhaltung der Kerntätigkeiten?
- Kann eine Störung (ein Schaden, ein Ausfall) für eine gewisse Zeit toleriert werden?Werden ggf. gesetzliche oder genehmigungsrechtliche Belange berührt?
- Wie schnell muß bei einer Störung (einem Schaden, einem Ausfall) reagiert werden?

Zuordnung

Entsprechend den Antworten sind die IH-Objekte verschiedenen Strategien zuzuordnen:
Untergeordnete Objekte, deren Ausfall keine unmittelbaren Beeinträchtigungen der Kerntätigkeiten bedeuten oder Objekte, deren Funktion bei Ausfall vorübergehend durch benachbarte Aggregate übernommen werden können, können 'auf Bruch' gefahren werden (z.B. einzelne Leuchtmittel in Nebenräumen, einzelne Arbeitsstationen in EDV-Netzwerken). Hier genügt ein Austausch innerhalb der regulären Arbeitszeit oder im Zuge regelmäßiger Kontrollgänge.

Vorbeugende IH für besonders wichtige Objekte

Wichtige Objekte, die für die Aufrechterhaltung des Gebäudebetriebes unablässig sind oder Objekte, bei deren Ausfall Menschen gefährdet sein können (z.B. OP-Leuchten, Aufzüge, Netzersatzanlagen, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Feuerlöscheinrichtungen usw.) müssen ggf. durch eine 'vorbeugende IH' möglichst dauerhaft funktionsfähig gehalten werden.

Zustandsorientierte IH für alle anderen Objekte

Für alle anderen Objekte empfiehlt sich eine 'zustandsorientierte IH' als wirtschaftliche Strategie. Neben der Festlegung der IH-Strategien umfaßt das IH-Management folgende Leistungen:
- Bewerten von Alternativen (z.B. Instandhaltung in Eigen- oder Fremdleistung zu erbringen)
- Herbeiführen von Entscheidungen (z.B. über kleinere Instandsetzungsmaßnahmen)
- Arbeitsvorbereitung (Planung, Disposition) für planbare IH-Tätigkeiten (Inspektion und Wartung) bis hin zum Workflow-Management.